Medi–Taping

Was ist Medi-Taping?

Medi-Taping wurde Mitte der 1970er Jahre von dem japanischen Arzt und Chiropraktiker Kenzo Kase entwickelt. Es handelt sich um eine ganzheitliche Behandlungsmethode in der Physiotherapie und Sportmedizin.

Ein elastisches, atmungsaktives Band wird an einem Gelenk, Muskel, oder einer Sehne angebracht. Durch eine entsprechende Technik ist es möglich die entsprechenden Bereiche zu entlasten und Schmerzen und Bewegungseinschränkungen erfolgreich zu therapieren. Durch die Elastizität wird ihre Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt.

Schon im alten Rom wurden Verbände zur Verletzungsprophylaxe eingesetzt. Später im 17. Jahrhundert wurden Leinentücher und Binden bei Umknickverletzungen verwendet.

Im Jahr 1892 entwickelt Paul Beiersdorf ein stabilisierendes Tape, welches im Gegensatz zum Medi-Tape unelastisch ist und durch die immobilisierende Wirkung in anderen Bereichen Verwendung findet.

Anwendungsbereiche

  • Achillessehnenbeschwerden
  • Arthrosen in allen Gelenken
  • Bandscheibenvorfall
  • Halswirbel-, Brustwirbel- und Lendenwirbelsäulensyndrom
  • Karpaltunnelsyndrome
  • Knie-, Sprung- und Schultergelenkbeschwerden
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Muskelfaserrisse, -verletzungen und -zerrungen
  • Myogelosen (Muskelverhärtungen)
  • Rücken- und Nackenverspannungen
  • Sehnenscheidenentzündungen
  • Schmerzlinderung
  • Tennis- und Golferellenbogen
  • Störungen des Lymphabflusses

Wirkungsweise
Die Taping Anwendung nutzt den körpereigenen Heilungsprozess. Es wirkt über die tieferliegenden Rezeptoren der Haut im Zusammenspiel mit Muskeln, Bändern und Nerven. Dadurch können schmerzhemmende Mechanismen aktiviert, die Blut- und Lymphzirkulation verbessert (Entstauung), zu schwache Muskeln gestärkt und muskuläre Dysbalancen korrigiert werden.

Kontraindikationen
Eine Tapebehandlung sollte nicht durchgeführt werden bei Personen, welche an schwersten Hautveränderungen (z.B. Schuppenflechte, Neurodermitis) leiden, oder wenn Allergien gegen Acrylkleber bekannt sind. Weitere relative Kontraindikationen können schwere Gerinnungsstörungen (z.B. Hämophilie) sein, oder die Einnahme blutverdünnender Medikamente.